Die Grundfutter-Qualität optimieren
Bis zum ersten Grassilage-Schnitt dauert es zwar noch einige Wochen. Dennoch sollten sich Milchviehhalter schon jetzt Gedanken über die Erzeugung besten Grundfutters mit hoher Qualität machen.

Wolfgang Keller setzt auf bestes Grundfutter. Dies ist besonders vor dem Hintergrund steigender Kraftfutterpreise ein wesentlicher Faktor zur Kostenoptimierung.
So wie Andrea und Wolfgang Keller aus Steffeln in der Eifel, die ein straffes Silagemanagement durchführen. „Auch in einem schwierigen Jahr wie 2007 war es möglich, gutes Grundfutter zu erzeugen. Dies ist Grundlage für eine leistungsoptimierte und gleichzeitig kostenoptimierte Fütterung“, sagt Wolfgang Keller, der mit einer Frau Andrea einen Betrieb mit rund 180 Kühen und weiblicher Nachzucht bewirtschaftet. Im Jahr 2007 erfolgten auf den 50 Hektar-Intensiv-Grünland sechs Schnitte. Ziel dieser Strategie ist die kontinuierliche Erzeugung besten Grundfutters mit entsprechend guten Inhaltsstoffen.
Wichtig für die Intensiv-Nutzung der Grünlandflächen ist eine optimal gepflegte Grasnarbe mit einem hervorragenden Grünlandbestand. Voraussetzung dafür ist ein auf die Bedürfnisse der Flächen angepasstes Güllemanagement mit zeitigen Stickstoff-Startgaben im Frühjahr und kleineren Gaben über das Jahr verteilt.
Bei der Ernte der Grassilage wird im Betrieb Keller nichts dem Zufall überlassen. Die intensive Beobachtung der Wetterlage ist ein Muss, um auch kurze „Gut-Wetter-Fenster“ nutzen zu können. „36 Stunden reichen uns aus, vom Beginn des Mähens bis zum Abdecken des Silos“, sagt Landwirt Keller. Mähen mit Aufbereiter im Hochschnittverfahren mit leistungsstarker Technik sowie das Walzen ist Chefsache, auf das Wenden wird bewusst verzichtet. Beim Schwaden und Einfahren greift er auf schlagkräftige Lohnunternehmertechnik zurück. Ziel ist eine möglichst kurze Feldzeit.
Der Aufwand lohnt sich, wie die Auswertungen der sechs Schnitte aus dem Jahr 2007 zeigen. Im Durchschnitt wurde in den Silagen ein Energiegehalt von 6,6 MJ NEL-VC (NEL berechnet aus Verdauungskoeffizient der organischen Substanz) erreicht. Im ersten Schnitt lag dieser sogar bei 7,5 MJ NEL-VC. Der durchschnittliche Rohprotein-Gehalt betrug im Jahr 2007 20,6 Prozent, der Trockenmassegehalt 40 Prozent. Der Zuckeranteil lag im Durchschnitt aller sechs Schnitte bei 33 Prozent.
Neben den hochwertigen Grassilagen, die etwa 40 Prozent des Grundfutters ausmachen, werden im Betrieb Keller Maissilage und Ganzpflanzensilage (GPS) verfüttert. Auch diese Konserven weisen jährlich überdurchschnittliche Qualitäten auf. Die Einsilierung und Einlagerung der verschiedenen Silagenkonserven erfolgt schichtweise in großen Fahrsilos.
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