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Einflüsse auf die Fruchtbarkeit von Milchkühen

Die Fruchtbarkeit in Milchviehherden wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Optimierungen lassen sich daher nur erzielen, wenn an vielen kleinen Schrauben gedreht wird.

Während die Milchleistungen in den letzten Jahren stetig gesteigert werden konnten, bereitet das Erreichen und Aufrechterhalten einer konstant guten Fruchtbarkeit in der Praxis nach wie vor Probleme. Eine Ursache dafür ist, dass das Brunstgeschehen, die Ausprägung der Brunstsymptome und die Länge des Zyklus von sehr vielen verschiedenen Parametern beeinflusst werden kann. Um das Fruchtbarkeitsmanagement zu verbessern, sollten daher folgende Bereiche kritisch unter die Lupe genommen werden, die sich auf die Fertilität auswirken können:

  • Tiergesundheit: Stoffwechselstörungen nach dem Kalben, Festliegen, Gebärmutterentzündungen, Mastitis und andere Erkrankungen.
  • Abkalbung: Länge der Trockenstehzeit, Schwere und Dauer der Geburt, Trächtigkeitsdauer, Größe des Kalbes.
  • Fütterung: negative Energiebilanz, Körperkondition, Inhaltsstoffe der Ration und deren Zusammenwirken, Mineralstoff- und Spurenelementversorgung.
  • Jahreszeit: Veränderungen im Sommer und Herbst im Vergleich zum Winter.
  • Brunstbeobachtung: automatisierte Beobachtung mit Präzisionspedometern oder visuelle Kontrolle, Kontrollmanagement, Dokumentation, Brunstsynchronisation.
  • Milchleistung: hochleistende oder niederleistende Tiere.
  • Aufstallung und Stallklima: Luftrate und Ventilation, Beschaffenheit der Laufflächen, Liegeboxenqualität, Lichtverhältnisse, Wasserversorgung.
  • Genetik: Fruchtbarkeitsstatus der eingesetzten Vererber
  • Länge des Brunstzyklus: starke Schwankungen und Abweichungen vom Durchschnitt von 22 Tagen bei Kühen und 21 Tagen bei Färsen.

 

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25. Mai 07