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Kosten im Milchviehbetrieb optimieren

Die Stimmung in der Milchviehhaltung hat sich aufgrund der gestiegenen Preise deutlich verbessert. Doch auch in Zeiten guter Erlöse ist es wichtig, die Kosten für die Milchproduktion regelmäßig zu prüfen und Potenziale zur Optimierung auszuschöpfen.

Ansatzpunkte, um die Kosten zu senken, ergeben sich vor allem bei der Bestandsergänzung, dem Grund- und Kraftfuttereinsatz sowie den Tierarzt- und Besamungskosten. Die regionalen Betriebszweigauswertungen zeigen, dass die 25 Prozent erfolgreichen Betriebe mit wesentlich niedrigeren Direktkosten pro Kilogramm Milch auskommen als der Durchschnitt der Betriebe.

Die Remontierungsraten liegen in der Praxis häufig noch deutlich über 35 Prozent. Dadurch wird bares Geld verschenkt. So ist beispielsweise der Verkauf von Zuchttieren nicht möglich, weil die komplette Nachzucht für die Remontierung der Herde gebraucht wird. Hauptursache für hohe Bestandsergänzungsraten ist das vorzeitige Ausscheiden von Milchkühen. Die häufigsten Gründe dafür sind: Fruchtbarkeitsprobleme, Euterkrankheiten, Stoffwechselkrankheiten sowie Klauen- und Gliedmaßenerkrankungen.

Probleme bei der Herdengesundheit führen zwangsläufig auch zu einem Anstieg der Tierarzt-und Behandlungskosten. Daher sollte verstärkt Wert auf die Früherkennung von Erkrankungen und die Vorbeuge gelegt werden. Die automatisierte Tierbeobachtung mit FULLEXPERT bietet hierfür eine wertvolle Unterstützung, weil die kontinuierlich erfassten Daten über Aktivität, Milchmenge und Leitwert detaillierte Informationen über den Gesundheitsstatus und das Wohlbefinden der Tiere liefern.

Auch die Besamungskosten sollten kritisch hinterfragt werden. Ein mangelndes Fruchtbarkeitsmanagement führt zu einem steigenden Besamungsindex und zu niedrigeren Trächtigkeitsraten. Um die Treffsicherheit bei der Brunsterkennung zu erhöhen, nutzen inzwischen tausende von Milchviehhaltern die automatisierte Brunstbeobachtung mit FULLEXPERT. Erfahrungen von Praktikern zeigen, dass sich der Besamungsindex damit deutlich senken lässt.

Die Kosten der Jungrinderaufzucht lassen sich optimieren, indem ein frühes Erstkalbealter angestrebt wird. Grundlage dafür ist eine zielgerichtete Konditionsfütterung der weiblichen Tiere, die bereits bei den Kälbern beginnt.

Ein wesentlicher Kostenfaktor in Milchviehbetrieben ist die Fütterung. Hohe Getreidepreise haben auch die Kraftfutterkosten nach oben getrieben. Ziel sollte daher sein, die Grundfutterleistung zu erhöhen.  Voraussetzung dafür ist ein absolut sorgfältiges Arbeiten bei der Grundfutterwerbung und -lagerung, um Silage oder Heu bester Qualität zu erzeugen. Kraftfutter ist zielgerichtet und effizient einzusetzen, Luxuskonsum muss vermieden werden.

 

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23. Nov 07