Mehr Hygiene in der Kälberhaltung für eine bessere Gesundheit
Ein gutes Hygienemanagement in der Kälberaufzucht dient der Vorbeuge von Infektionen und der Sicherung eines hohen Gesundheitsstatus.
Der Erfolg in der Milchviehhaltung beginnt schon bei der Aufzucht der weiblichen Kälber. Denn sie sind die zukünftigen Leistungsträger der Milchviehherde. Damit die Tiere von Geburt an ein starkes Immunsystem entwickeln können und um Infektionen vorzubeugen, sollte vom ersten Lebenstag an viel Wert auf eine hohe Hygiene in allen Bereichen der Kälberaufzucht gelegt werden. Der folgende Fahrplan von Milchviehspezialberatern der Universität in Minnesota zeigt Ihnen, auf welche Punkte es besonders ankommt:
- Die Abkalbebox regelmäßig säubern und Reste von vorherigen Abkalbungen, z.B. Nachgeburten, sofort entfernen. Die Abkalbebucht täglich frisch mit Stroh einstreuen, trocken und sauber halten.
- Die Kälber so schnell wie möglich nach der Geburt aus der Abkalbebucht in Einzelhütten oder Iglus bringen.
- Die Hütten oder Iglus vor jedem erneuten Aufstallen reinigen, desinfizieren und mit frischem, sauberen Stroh einstreuen.
- Alle mit Tieren belegten Kälberhütten oder Iglus sind stets sauber zu halten und regelmäßig frisch einzustreuen. Die Kälber dürfen nicht in feuchten „Misthaufen“ stehen.
- Dies gilt auch für die anschließende Haltung der Kälber in Gruppen. Die Liegeflächen sind über häufiges Einstreuen ebenfalls möglichst sauber und trocken zu halten. Sammelt sich zu viel Kot und Feuchtigkeit, steigt das Infektionsrisiko an.
- Hygiene ist auch wichtig bei der Gabe von Milchaustauscher oder Vollmilch sowie von Futter und Wasser. MAT- oder Milchreste in Tränkeeimern sind vor der nachfolgenden Tränkezeit zu entfernen. Dasgleiche gilt für abgestandenes Wasser in Eimern oder Wassertränken sowie Reste von Kraftfutter, die sich schon längere Zeit im Trog befinden. Kommen in der Gruppenhaltung Tränkeautomaten zum Einsatz, sind diese ebenfalls regelmäßig zu säubern. Die Unterbringung des Automaten in einer Hütte, einer Telefonzelle u.A. hilft, zum Beispiel starkem Fliegenbefall vorzubeugen.
www.lemmer-fullwood.info
- Dateien:
Wochentipp_37-2007.pdf
14. Sep 07


