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Neue Richtwerte für die Qualität von Tränkwasser

Bei Gesundheitsproblemen im Tierbestand sollten Sie auch das Tränkwasser kritisch unter die Lupe nehmen und Wasserproben untersuchen lassen. Seit kurzem gibt es spezielle Richtwerte für die Beurteilung der Qualität.

Ausreichend Wasser bester Qualität ist ein wichtiger Faktor für eine gute Tiergesundheit und hohe Leistungen.

Eine schlechte Wasserqualität kann Ursache für Leistungseinbrüche und Beeinträchtigungen der Tiergesundheit sein. Gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte für Tränkwasser gibt es bisher nicht. Um mehr Sicherheit hinsichtlich der Wasserqualität, insbesondere auch bei Nutzung eines eigenen Brunnens, zu gewährleisten, hat das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMVEL) daher jetzt einen Orientierungsrahmen mit Richtwerten für die Tränkwasserbeschaffenheit erarbeitet. Hier einige Auszüge:

 

Parameter

Orientierungswert für  Tränkwasser lt. BMVEL

Mögliche Störungen bei Abweichung vom Orientierungswert

pH-Wert

 > 5, < 9

Korrosionen im Leitungssystem

Elektrische Leitfähigkeit (μS/cm)

< 3000

evt. Durchfälle bei höheren Werten, Schmackhaftigkeit des Wassers sinkt

Ammonium (mg/l)

< 3

Hinweis auf Verunreinigungen

Arsen (mg/l)

< 0,05

Gesundheitsstörungen, Minderleistung

Calcium (mg/l)

500

Funktionsstörungen der Tränketechnik, Kalk in Rohren/Ventilen, Zusetzen von Leitungen und Nippeltränken

Eisen (mg/l)

< 3

Herabsetzung der Verfügbarkeit von Spurenelementen, Eisenablagerung in Rohren, Biofilm, Geschmacksbeeinträchtigung

Chlorid (mg/l)

< 250 bei Geflügel

< 500 bei sonstigen Tierarten

feuchte Exkremente

Fluor (mg/l)

< 1,5

Störungen an Zähnen und Knochen

Kalium (mg/l)

< 250 bei Geflügel

< 500 bei sonstigen Tierarten

feuchte Exkremente

Kupfer (mg/l)

< 2

Gesamtaufnahme bei Schafen und Kälbern berücksichtigen

Mangan (mg/l)

< 4

Ausfällungen im Verteilersystem, Biofilm möglich

Natrium (mg/l)

< 250 bei Geflügel

< 500 bei sonstigen Tierarten

feuchte Exkremente bei Geflügel

Nitrat (mg/l)

< 300 bei Wiederkäuern ab Beginn der Pansentätigkeit

< 200 bei Kälbern und anderen Tierarten

Risiken für Methhämoglobinbildung (Vergiftungserscheinungen, Zyanosen u.a.), Gesamtaufnahme berücksichtigen

Nitrit (mg/l)

< 300

s.o. (Vergiftungsgefahr)

www.lemmer-fullwood.info

 

27. Jun 09