Prüfen Sie den Komfort der Liegeboxen
Um möglichst hohe Milchleistungen bei gleichzeitig bester Tiergesundheit zu erzielen, müssen Kühe so häufig wie möglich liegen. Mängel bei der Liegeflächengestaltung hindern die Tiere daran und führen zu Problemen.
Amerikanische Wissenschafter beschreiben die Zusammenhänge wie folgt: „Kühe sollen fressen, liegen, fressen, liegen…usw.“ Milchkühe, die länger liegen, besitzen eine um bis zu 25 Prozent höhere Durchblutung des Euters im Vergleich zu Tieren, die vermehrt stehen. Eine bessere Euterdurchblutung führt zu einem effizienteren Stoffwechsel mit einer Steigerung der Nährstoffverwertung und zu einer höheren Milchleistung.
Zu einer Reduzierung der Liegezeiten kommt es, wenn der Komfort der Liegeboxen nicht ausreicht und die Kühe beispielsweise Schmerzen beim Hinlegen verspüren oder nicht genügend Platz zum Ablegen und Aufstehen haben
Die Folgen für die Produktivität und die Gesundheit können gravierend sein. So sinkt Trockenmasseaufnahme generell bei mangelndem Kuhkomfort ab. Dies kann zu massiven Problemen führen:
· Starker Rückgang an Körpermasse
· Verschlechterung der Körperkondition (Rückgang des BCS)
· Probleme bei der Geburt, insbesondere bei Erstkalbinnen
· Stoffwechselstörungen wie subklinische oder klinische Ketose
· Festliegen
· Rückgang der Milchleistung
· Verschlechterung der Klauengesundheit
· Erhöhter Stress für die Tiere
· Frühzeitiges Ausscheiden aus der Herde
· Ansteigen der Remontierungsraten.
Überprüfen Sie daher den Komfort der Liegeboxen in Ihrem Stall. Beobachten Sie die Kühe zu einer Tageszeit, wo sehr viel Ruhe herrscht. Wie hoch ist der Anteil der liegenden und der stehenden Tiere? Herrscht ein zu reger Kuhverkehr? Wie entspannt legen sich die Kühe hin und stehen auf?
Sobald Sie erste Warnsignale feststellen, sollten Sie die Liegeflächenqualität verbessern.
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