Energiekosten im Melkstand ins Visier nehmen
Kochendwasserreinigung hat sich als leistungs- und damit energiesparende Alternative bewährt
Die Kochendwasserreinigung hat sich als leistungs- und damit energiesparende Alternative in Milchviehbetrieben bewährt und wird deshalb von verschiedenen Institutionen (AEL, dairyenergy.eu) empfohlen. Bei diesem Verfahren werden alle milchführenden Teile mindestens zwei Minuten lang mit 77 Grad heißem Wasser gespült. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Verfahren ist schnell, umweltfreundlich und betriebssicher. Gerade für Milchviehbetriebe, deren Gülle in Biogasanlagen eingesetzt wird, bietet die Reinigung einen weiteren Vorteil: Die Reinigungswirkung beruht ausschließlich auf der hohen Temperatur und der strömenden Kraft des Wassers. Auf Reinigungs- und Desinfektionsmittel, die nach dem Reinigungsprozess in die Gülle fließen, bei einer Weiterverarbeitung in der Biogasanlage aber unerwünscht sind, kann verzichtet werden.
Die bereits seit Jahren bekannten Vorteile des Konzeptes zählen in der Praxis weiterhin: So reinigt die BWAC Kochendwasser-Energiesparreinigung die gesamte Anlage in lediglich acht Minuten Laufzeit. Wenn der Landwirt während des Reinigungsvorganges im Melkstand bleiben will, ist er deshalb nur noch für kurze Zeit vor Ort gebunden und kann sich danach anderen Aufgaben zuwenden oder Feierabend machen.
Die moderne BWAC-Reinigung hat nachweislich einen geringen Wartungsaufwand und einen geringen Verschleiß. Der Anschlusswert liegt bei lediglich 4,5 kW, deshalb können günstige Tarife genutzt werden.
Noch mehr Energie kann eingespart werden, wenn das Reinigungswasser kostengünstig erwärmt wird oder bereits eine hohe Temperatur mit sich bringt. Wenn ein Betrieb auf die BHKW-Abwärme einer Biogasanlage zugreifen kann, dann steht dadurch Wasser mit einer Temperatur von 70 bis 80 Grad Celsius (als Wärmequelle) zur Verfügung.

