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18.11.2013 - Wochentipp

Grünland winterfest machen

Jetzt wird es Zeit, die letzten Maßnahmen auf dem Grünland durchzuführen, um die Überwinterung der Bestände zu verbessern. Durch eine leichte Gülledüngung im Spätherbst (10-15 m³/ha) kann die Winterfestigkeit zusätzlich verbessert werden. Durch die Aufnahme des in der Gülle enthaltenen Kaliums steigt die Salzkonzentration in den Pflanzenzellen und damit die Frostresistenz. Die Bestände kommen meist vitaler aus dem Winter. Um das Pflanzenwachstum nicht zu stark anzuregen, sollte die Gülledüngung im Spätherbst am besten kurz vor Beginn der Sperrfrist (15. November) erfolgen. Alternativ zur Gülle kann auch eine mineralische Kaliumgabe (z. B. 60er Kali) die Frosthärte der Bestände verbessern. Ist die Grünlandnarbe minderwertig und lückig und damit unproduktiv, sollte eine Gülledüngung unterbleiben, weil die Nährstoffe der Gülle vom Grünlandbestand nicht hinreichend verwertet werden.

(Foto: agrar-press)

Ist der Grasbestand vor Winter länger als 10 cm, sollte er gemulcht werden. Gehen die Gräser zu lang in den Winter, werden sie häufig von Schneeschimmel, einem Fusariumpilz, befallen und können auswintern. Vor allem auf Weiden sind die überständigen Stellen beliebte Rückzugsgebiete für Mäuse. Bei Beweidung muss außerdem geprüft werden, ob der Boden noch tragfähig oder schon zu nass ist. Ggf. sollten die Tiere von der Fläche geholt werden, um Trittschäden zu vermeiden.

Es lohnt sich auch einen Blick auf die Artenzusammensetzung zu werfen. Nehmen weniger wertvolle Gräser langsam Überhand, kann eine Nachsaat im Frühjahr bereits jetzt schon eingeplant werden.

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