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05.12.2013 - Wochentipp

Was mangelhafte Eutergesundheit kostet

Experten des AID's haben nachgerechnet – unser Wochentipp informiert! 400 000 Zellen pro ml Milch – das ist für Milchviehhalter eine entscheidende Marke. Ursache für erhöhte Zellzahlen sind Eutererkrankungen, wie Mastitis, die vor allem durch Hygienemängel entstehe

Viele Milchviehhalter unterschätzen jedoch die Bedeutung einer optimalen Eutergesundheit und übersehen, dass durch Mastitis bedingte hohe Zellzahlen bereits viel Geld kosten, bevor es zu Abzügen durch die Molkerei kommt.

In der Regel liegen diese Verluste deutlich höher als die Abzüge beim Milchgeld. Die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft (DVG) schätzt, dass deutsche Milchviehhalter jedes Jahr etwa 1,4 Mrd. € durch eine mangelhafte Eutergesundheit ihrer Tiere verlieren. Bezogen auf die gesamte Milchmenge sind damit theoretisch Einbußen von etwa 4,7 Cent pro kg Milch verbunden. Fast drei Viertel dieser Verluste beruhen auf einer verringerten Milchleistung durch bestehende Mastitiserkrankungen. Hinzu kommt, dass durch Eutererkrankungen auch der Fett- und Eiweißgehalt sinkt, was zu weiteren Abzügen beim Milchgeld führt.

Pro Kuh und Laktation summieren sich die Kosten für eine subklinische Mastitis auf rund 250 €, einschließlich Tierarztkosten und nicht verwertbarer Milch. Bei einer schweren, klinischen Mastitis mit Fieber liegen diese Verluste sogar doppelt so hoch. Dagegen fallen die theoretischen Abzüge für Qualitätsmängel durch zu hohe Zellzahlen deutlich niedriger aus. Geht man von einem Betrieb mit 60 Kühen aus und einer monatlichen Liefermenge von 36 000 kg, muss der Landwirt bei Überschreitung des Zellengrenzwertes „nur“ Einbußen von etwa 360 € pro Monat für die gesamte Herde hinnehmen, bei einem Abzug von 1 Cent pro kg.

Die wirklich schmerzhaften, wirtschaftlichen Verluste entstehen jedoch schon bei weit niedrigeren Herden-Zellzahlen zwischen 100 000 und 400 000. Deshalb sollten Milchviehhalter den Zellgehalt unbedingt als Indikator für die Eutergesundheit ihrer Herde ansehen, der maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit ihrer Milcherzeugung mitentscheidet. Wichtigste Voraussetzung dafür ist eine erfolgreiche Mastitisbekämpfung, bei der Betriebsleiter die verfügbaren Empfehlungen konsequent umsetzen.

Quelle: AID

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