28.09.2026 - Aktuelles

Mehr Leistung und mehr Flexibilität

Auf der Hof Bergmann GbR in Löningen zeigen zwei M²erlin Melkroboter, welches Potenzial in automatischem Melken steckt. Die Milchleistung der Robotergruppe liegt inzwischen bei 14.700 Kilogramm und Betriebsleiter Tim Bergmann sieht noch Luft nach oben.

Mehr Zeit für die Familie, mehr Ruhe im Stall und gleichzeitig mehr Leistung: Für Familie Bergmann war der Schritt in die Automatisierung vor allem eine Entscheidung für die Zukunft. Gemeinsam mit seinen Eltern, einem Auszubildenden und drei Teilzeitkräften bewirtschaftet er die Hof Bergmann GbR in Löningen. Zum Betrieb gehören knapp 180 Milchkühe plus Nachzucht sowie rund 120 Hektar Acker- und Futterbau.

Bis 2024 wurden die Kühe in einem Doppel-8er-Melkstand gemolken. Technisch war der Betrieb gut aufgestellt, doch die täglichen Melkzeiten wurden zunehmend zur Belastung. „Wir waren bei rund drei Stunden pro Melkzeit“, berichtet Tim Bergmann. Gleichzeitig sollte der Betrieb weiterentwickelt werden und das, ohne die Arbeitsbelastung im gleichen Maß zu erhöhen. Die Lösung: zwei M²erlin Melkroboter von Lemmer-Fullwood.

Einbau ins Bestandsgebäude
Die beiden Roboter wurden in ein bestehendes Stallkonzept integriert. Dafür entstand ein neuer Roboterraum direkt am Stall. Wichtig war Bergmann, beide Anlagen in einem Raum zu platzieren. „So haben wir kurze Wege und alles zentral im Blick“, erklärt er. Gleich darüber wurde sein Büro platziert: „Auch das verschafft mir eine gute Übersicht.“ Heute werden rund 110 Kühe an den Robotern gemolken. Auch ältere Kühe halten ihre Leistung länger. „Wir sehen, dass selbst ältere Tiere noch lange knapp 40 Liter geben“, berichtet Bergmann. Für ihn ist das ein klares Zeichen, dass Kuhkomfort, flexible Melkzeiten und bedarfsgerechtes Melken zusammenwirken.

Daten helfen im Alltag
Neben der Leistung spielt die Tierkontrolle eine große Rolle. Mit dem M²erlin nutzt der Betrieb auch die IMA-Milchanalyse. Besonders die Eiweißmessung und der Fett-Eiweiß-Quotient sind für Bergmann wichtige Kennzahlen, vor allem bei frischmelkenden Kühen. So lassen sich Hinweise auf Stoffwechselprobleme früh erkennen. „Dank IMA bin ich näher an meinen Kühen als meine Berufskollegen“, sagt Bergmann lachend.

Leise Technik nah am Wohnhaus
Ein weiteres Detail, das im Alltag zählt: die Lautstärke. Die Roboter stehen nah am Wohnhaus. Deshalb war ein ruhiger Betrieb beim Kauf wichtig. „Beim M²erlin ist der Pulsator das einzige, was man hört – und die Milchpumpe beim Abräumen“, beschreibt Bergmann. Für ihn passt das gut zum Betrieb, weil Technik zwar viel leisten, aber möglichst wenig Unruhe erzeugen soll. Auch die Selektion wurde mitbedacht. Durch zwei Ein- und Ausgänge am M²erlin lassen sich Kühe gezielt in einen Strohbereich oder eine Wartebox leiten. Wird eine Kuh im zweiten Roboter selektiert, wartet sie kurz in der Box und kann anschließend durch den ersten Roboter in den entsprechenden Bereich geführt werden. „Das hat die Umsetzung extrem einfach gemacht und konnte so flexibel von keinem anderen angeboten werden“, sagt Bergmann.

Service vor Ort als wichtiger Baustein
Bei der Entscheidung für den M²erlin spielte auch der regionale Service eine wichtige Rolle. Betreut wird der Betrieb durch Eilers Technik aus Klein Berßen. Beratung, Kundendienst und jährliche Wartung laufen laut Bergmann sehr zuverlässig. Gerade bei automatischer Melktechnik ist das für ihn ein entscheidender Punkt: „Wenn Technik täglich rund um die Uhr arbeitet, muss auch der Service passen.“

Der nächste Schritt ist geplant
Die Erfahrungen aus der Robotergruppe haben die Richtung vorgegeben. Langfristig soll die komplette Herde automatisch gemolken werden. „Aufgrund der guten Erfahrung, steht einem M2erlin Quartett nichts im Wege. Die zwei neuen M2erlin könnten in unseren Melkstand integriert werden“, sagt Bergmann. 
 

Sein Fazit fällt eindeutig aus: Die M²erlin Melkroboter haben nicht nur die Milchleistung gesteigert, sondern auch den Alltag verändert. Die Arbeit ist flexibler geworden, die Tierbeobachtung intensiver und die Lebensqualität höher. „Ich kann jedem Landwirt empfehlen, auf automatisches Melken und den M²erlin umzustellen“, sagt Tim Bergmann. „Man spart Arbeitszeit, hat mehr Zeit fürs Tier und mehr Zeit für die Familie.“

 

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