Seit 2018 überzeugt M2erlin Batch Milking 4.0 in Blönsdorf
„Wir haben das für uns passendste Melksystem gefunden – automatisch, aber zu festen Zeiten”, so Fabian Schlüter, Geschäftsführer der Agrar GmbH Flämingland, die seit mittlerweile 8 Jahren mit zwölf M²erlin Melkroboter im Batch Milking 4.0 System von Lemmer-Fullwood täglich rund 470 Kühe in fünf Stunden melken.
Die sternförmig um einen kreisrunden Vorwartehof angeordneten Melkboxen sorgen für einen ruhigen und strukturierten Ablauf, bei dem die Tiere gruppenweise zum Melken gelangen und dann völlig autonom gemolken werden. Das System hat sich etabliert, der Gesundheitszustand der Tiere hat sich verbessert und der Arbeitsalltag ist spürbar effizienter.
Mehr als nur ein Melksystem
Der Geschäftsführer der Agrar GmbH Flämingland zeigt sich überzeugt mit der Entwicklung: „Wir haben damals einen großen Schritt getan. Durch die Technik haben wir den Betrieb automatisiert und so ein besseres Wohlbefinden für Mensch und Tier geschaffen”. Der strukturierte Ablauf des Batch Milking 4.0 Systems hat sich über die Jahre klar bewährt. Feste Melkzeiten und klar definierte Routinen schaffen Verlässlichkeit und sorgen für einen ruhigen, gut organisierten Ablauf.
Als Erfolgskonzept sieht man in Blönsdorf die Kombination aus kreisrunder Bauweise mit großzügigem Vorwartehof und Nachtreibesystem: Besonders die entspannte Atmosphäre im Wartehof und beim Rücktrieb trägt entscheidend dazu bei, die Stressbelastung der Kühe gering zu halten und damit den Durchsatz an zu melkenden Kühen pro Stunde zu erhöhen. „Die Kühe sind einfach entspannt, gehen freiwillig und gerne zum Melken und verbringen die Zeit im Vorwartehof ruhig wiederkauend. Während der Kollege im hinteren Stall noch mit der Boxenpflege und dem Reinigen der Tränken beschäftigt ist, kehren die ersten Kühe bereits wieder zurück. Welches andere Melksystem ermöglicht es, 520 Kühe zu melken und dabei noch die täglichen Stallarbeiten zu erledigen – und das mit nur einem Mitarbeiter?”, berichtet Schlüter zufrieden.
Ein deutlicher Sprung nach vorne
In den vergangenen Jahren konnte der Betrieb seine Milchleistung pro Kuh deutlich steigern. „Wir sind jetzt bei 11.400 kg mit zwei Melkungen pro Tag angekommen”, berichtet der Geschäftsführer zufrieden. Zum Vergleich: Zu Beginn lag die durchschnittliche Leistung noch bei rund 8.500 kg. Der Umstieg auf das neue Batch Milking 4.0 System hat, so Schlüter, für den Betrieb einen „deutlichen Sprung nach vorne” bedeutet.
Eutergesundheit als Schlüssel zur Tiergesundheit
Ein wesentlicher Vorteil des neuen Melksystems zeigt sich bei der Tiergesundheit, besonders am Euter. Die präzise Datenerfassung der M²erlin Melkroboter hilft dabei, die Gesundheit der Kühe täglich im Blick zu behalten.
Für Geschäftsführer Fabian Schlüter ist das ein entscheidender Punkt: „Eutergesundheit ist Tiergesundheit. Und Tiergesundheit bedeutet für uns Langlebigkeit, gute Milchleistung und letztlich alles, was wir uns für unsere Kühe wünschen. Jedes Viertel wird perfekt ausgemolken” und Herdenmanager Uwe Huss ergänzt: „Wenn eine Kuh doch mal euterkrank sein sollte, zeigt uns das Herdenmanagementprogramm das sehr schnell und wir können entsprechend handeln!”
Seit der Umstellung auf das Batch Milking 4.0 System ist die Zellzahl im Bestand spürbar unter dem Molkereidurchschnitt gesunken. Schlüter sieht den Grund dafür in der sauberen, gleichmäßigen Arbeitsweise der Technik. „Die automatische Reinigung der Zitzen vor und die Desinfektion nach dem Melken überzeugt mich dabei besonders.”
Viel erreicht, noch mehr möglich
„Wir haben mit dem System viele positive Erfahrungen gemacht”, sagt Fabian Schlüter. Bis heute überzeugen der hohe Durchsatz, die verbesserte Eutergesundheit und die Betreuung durch das Melktechnik-Center Mittelelbe. „Wir würden es heute genauso wieder bauen.”
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